Reenactment
Giesinger Schlachten. Das Ende der Bayerischen Räterepublik  

100 Jahre 100 Pfade 100 Leute – Demokratiemodelle
Im Rahmen der Reihe „1918 / 2018. Was ist Demokratie?“ 

Künstlerbild

Grafik © Ulrich Eisenhofer

 

Demokratie – ja unbedingt! … Oder nicht? Grundrechte – klar!
Mitmachen, beteiligt sein, verantwortlich sein – hm, ja, vermutlich schon …
weiß nicht … ich?

Vor 100 Jahren machten die Münchner*innen Revolution und riefen am 7. April 1919 die Bayerische Räterepublik aus, nachdem es ihnen die Ungarn vorgemacht hatten. Man sah sich “an der Schwelle zu etwas ganz Großem, etwas, was noch nie dagewesen war“. Endlich Meinungsfreiheit, endlich Mitbestimmung, endlich Demokratie!

War es so? Wie war es wirklich?
Nach nur vier Wochen rückten reaktionäre Kräfte an; im Mai 1919 war München von „Weißgardisten“ eingenommen. Es folgte eine Woche voller Mord und Totschlag.

Das zweite Reenactment ist der Abschluss von “100 Jahre”. Wir wollen in unserer letzten Veranstaltung erinnern. Auch weil in Deutschland und Bayern bisher kaum an diese 100 Jahre alten Ursprünge der Demokratie erinnert wurden. Und uns dabei fragen, wie wir uns eigentlich erinnern. Als Individuum und als Kollektiv. Gibt es eine neutrale Erinnerungskultur?

In einem Marsch durch Giesing setzen wir den Toten temporäre Denkmäler, überlegen, wofür wir eintreten würden und stellen final die Frage, was gewesen wäre, wenn die Räterepublik nicht niedergeschlagen worden wäre. Die Bayerische Räterepublik ist Gschichte.


Gefördert durch das Kulturreferat, die Bezirksausschüsse 3 und 17 und den Fachbereich Politische Bildung des Pädagogischen Instituts im Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München sowie durch den Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Giesing. In Kooperation mit dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung. Mit freundlicher Unterstützung der Bayern LB.